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BNE in der Bildungspraxis -

eine Fortbildungsreihe für Pädagog*innen und Referent*innen

Verbundprojekt mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft

Projektbeschreibung

Ausgangslage

Am 25. September 2015 verabschiedete die Generalversammlung der UN in der Resolution „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ (kurz: Agenda 2030) 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) als universelle Agenda bis 2030.[1] Entscheidend zur Erreichung dieser Vorgaben ist eine Ausrichtung unseres Bildungssystems, die es allen Menschen ermöglicht, das notwendige Wissen und die notwendigen Fähigkeiten für die Umsetzung dieser Ziele zu erwerben. „Wir brauchen kreative Ideen, Visionen und Gestaltungsmut für eine nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit muss Bildungsziel sein, global und national.“[2] So soll nachhaltige Entwicklung ein gutes Leben ermöglichen – nicht nur einigen wenigen Menschen, sondern allen – heute und in Zukunft.

Im Nachhaltigkeitsziel 4 „Hochwertige Bildung“ heißt es unter 4.7, dass bis 2030 sicherzustellen sei, „dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“[3]

Die Bundesrepublik Deutschland leistete mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am 20. Juni 2017 ihren Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030. Das übergreifende Ziel des Aktionsplans ist es, BNE in allen Bereichen des deutschen Bildungswesens strukturell zu verankern – also auch in der Erwachsenenbildung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt Lernende in die Lage, reflektierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsvoll in diesem Sinne zu handeln. Dabei geht es um individuelles Handeln, aber auch um die Mitgestaltung gesellschaftlicher Entwicklungen.

Förderung von BNE gilt damit als Schlüsselelement einer qualitativ hochwertigen Bildung und als Schlüsselfaktor zur Erreichung aller 17 Nachhaltigkeitsziele mit besonderem Augenmerk auf individuelle Transformation, gesellschaftliche Transformation und technologische Fortschritte.

In der Erwachsenenbildung entwickelte sich BNE deshalb in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem transdisziplinären Arbeitsbereich. Im Hessischen Weiterbildungspakt 2021 bis 2025 erklären die Paktpartner explizit „Beiträge zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UNESCO (Sustainable Development Goals) [zu] leisten.“[4] Diesem transdisziplinären Arbeitsbereich „fällt die Verantwortung zu, Erwachsenen bei Entwicklungs- und Veränderungsprozessen unserer Gesellschaft Partizipationsmöglichkeiten zu eröffnen.“[5]

Im Bereich der politischen  Bildung werden einerseits Methodik und Didaktik der BNE immer bedeutender. Anderseits ergeben sich für die politische Bildung auch inhaltlich neue Ansätze und Verknüpfungen. Der Blick auf nachhaltige Entwicklung aus gesellschaftspolitischer Sicht ergibt immer komplexere Zusammenhänge zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Entwicklung. So wirft etwa die Klimakrise und damit eng verbunden das Thema Umbau der Energieversorgung eine ganze Reihe an ökologischen Fragen auf. Gleichzeitig müssen bei der Umsetzung der Versorgung auf Grundlage der erneuerbaren Energien gerade in den industriell geprägten, energieintensiven Wirtschaftsbereichen grundlegende ökonomische Fragen von Politik und Gesellschaft beantwortet werden. Im gesellschaftlichen Beriech wiederum stehen in diesem Zusammenhang Fragen zur sozialen Gerechtigkeit im Zentrum, was sich beispielsweise an der Diskussion um das Ende von Ölheizungen oder dem Erhalt von Standort und Arbeitsplätzen in der energieintensiven Industrie festmacht. An diesem Beispiel wird deutlich, dass es Aufgabe nicht nur der politischen Erwachsenenbildung ist, diese Zusammenhänge mit allen ihren technischen, sozialen und ökologischen Facetten aufzugreifen und in die Bildungsarbeit einzubringen. Eine Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen der UNESCO ist hier unabdingbar und sollte Grundlage der Erwachsenbildungsarbeit sein.

[1] Resolution der Generalversammlung der UN. 70/1. verabschiedet am 25. September 2015, deutsche Fassung, https://www.un.org/Depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf
[2] Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, S. 3
[3] Resolution der Generalversammlung der UN. 70/1, S. 18
[4] Hessischer Weiterbildungspakt für die Jahre 2021 bis 2025, S. 5
[5] ebd.

 

Bedarf

Zielgruppe

Ziele

Umsetzungsstrategie

 

Gefördert aus Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des Weiterbildungspakts 2021 - 2025