Netzwerke der Demokratiebildung in Osthessen ermitteln, ausbauen und fördern.
Verbundprojekt mit Burg Fürsteneck
Projektbeschreibung
Umsetzungsstrategie
Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir in enger Abstimmung über eine Projektlaufzeit von drei Jahren in zwei zentralen Projektphasen vorgehen, die jeweils von den Verbundpartnern eigenverantwortlich gestaltet, strukturiert und betreut werden. Diese Projektphasen beginnen und enden zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie gehen ineinander über, werden teilweise inhaltlich zueinander abgestimmt und laufen daher für eine gewisse Zeit des Projekts parallel.
Die erste Phase gilt der Erfassung, dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung von Akteur:innen in Osthessen und wird federführend durch das DGB Bildungswerk gestaltet. Zentral ist hier die Bestandsaufnahme bestehender Akteure der Demokratiebildung und –arbeit sowie dem Engagement gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Der Fokus liegt dabei auf den betrieblichen und gewerkschaftlichen Akteursgruppen bzw. Akteur:innen. Das DGB Bildungswerk Hessen hat durch seine Nähe zu den Gewerkschaften die Möglichkeit über Betriebs- und Personalratsmitglieder Beschäftigte in Betrieben und Verwaltungen anzusprechen und einzubeziehen. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts und dessen Ziele können über sie als Mittelspersonen, in die entsprechenden Betriebe vor Ort getragen werden. Die bereits bestehenden betrieblichen und gewerkschaftlichen Initiativen im Raum Fulda werden systematisch erfasst und zusammengeführt. Bei einem ersten Treffen zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch von Gewerkschafter:innen in Fulda wird das Projekt vorgestellt und erste Weiterbildungsbedarfe ermittelt.
Zudem sollen entsprechende Institutionen (siehe Auflistung unten in diesem Abschnitt) für das Projekt innerhalb der Region Osthessen angesprochen werden, Am Ende des ersten und zweiten Jahres ist jeweils ein Netzwerktreffen im Landkreis Fulda geplant. Bei diesen Treffen sollen sowohl Vertreter:innen der verschiedenen Institutionen und Gewerkschaften als auch interessierte Einzelpersonen bzw. Vertreter:innen von selbstorganisierten Netzwerken eingeladen werden. Im Rahmen der Treffen sollen Erfahrungen ausgetauscht, Weiterbildungsbedarfe ermittelt und Strukturen stablisiert werden. Das erste Netzwerktreffen wird in Fulda und das zweite im ländlichen Raum Osthessens stattfinden. Es wird beim zweiten Netzwerktreffen einen inhaltlichen Input geben, das Thema und der Referent:in wird festgelegt, sobald der Bedarf vor Ort ermittelt ist.
Die zweite Phase gilt der Weiterbildung und wird von der Akademie Burg Fürsteneck gestaltet. Dabei soll zum einen der ermittelte Weiterbildungsbedarf der gewerkschaftlichen Akteur:innen der Demokratiebildung abgedeckt und bedient werden. Zum andern sollen diese durch Empowerment-Workshops befähigt werden, als aktiv in der Demokratiebildungsarbeit tätige Menschen Positionen zu vertreten und selbstständig Demokratiebildungsarbeit durchführen zu können (weitere Ausführungen siehe Antrag von Akademie Burg Fürsteneck).
Im zweiten und dritten Projektjahr wird auch die Netzwerkpflege und der
–ausbau eine wichtige Rolle für die Projektarbeit des DGB Bildungswerks spielen. Dies erfolgt über regelmässigen Informationsaustausch in Gesprächen und über soziale Medien. Ein Bestandteil ist der Aufbau einer digitalen Austauschplattform unter der Federführung des DGB Bildungswerk Hessen in Kooperation mit dem Verbundpartner, die es den verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen ermöglicht Informationen auszutauschen.
Eine Zusammenarbeit ist u.a. mit den folgenden Institutionen auf den Weg gebracht: dem Demokratiezentrum Marburg, dem Mobilen Beratungsteam Kassel, dem Landkreis Fulda und der zugehörigen Volkshochschule und Hessencampus. Sie sind Anlaufstellen, um Informationen über bereits bestehende Aktivitäten zu gewinnen und ggf. gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Gefördert aus Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des Weiterbildungspakts 2021 - 2025 